10. Februar 2020

Ausbildungs FAQ

Bewerbung

 

Hier geben wir Dir Tipps für Deine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Vielen Jugendlichen, die sich für eine duale Ausbildung nach der Schule entscheiden, ergeht es so, dass sie sich noch nicht sicher sind, welchen Beruf sie erlernen wollen. Welcher zu ihren Fähigkeiten passt und ihnen Spaß macht. Wenn Du auch zu diesen Personen gehörst und die Zeit für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz näher rückt, solltest Du Dich allerdings verstärkt mit dem Thema beschäftigen. Denn je besser Du vorbereitet bist, umso erfolgreicher wird Deine Bewerbung sein.

 

Die folgenden 3 Schritte können Dir helfen, dass Du Deinen Ausbildungsplatz, der zu Dir passt, findest:

1. Finde heraus welcher Beruf, zu Dir passt und suche passende Stellenangebote für Dich,

2. Schreibe eine überzeugende Bewerbung,

3. Bereite Dich gut auf das Vorstellungsgespräch vor.

 

Als Allererstes solltest Du Dir genau überlegen, welche Interessen du hast, was Dir am meisten Spaß macht und dann schaust Du, ob es dafür eine passende Ausbildung gibt. Es ist auch hilfreich, wenn Du Dich in deinem Verwandten- und Bekanntenkreis umhörst, um beispielsweise zu erfahren, was sich hinter welchen Beruf verbirgt. Auch Praktika helfen Dir dabei herauszufinden, welchen Beruf Du mal erlernen, oder eben nicht erlernen willst.

 

Hier findest Du passende Stellenangebote für Dich

Wenn Du weißt, welchen Beruf Du erlernen möchtest, kannst Du Dich nun gezielt auf die Suche nach passenden Arbeitgebern machen. Gibt es in Deinem Heimatort passenden Arbeitgeber, dann gehe doch einfach mal persönlich vorbei, und erkundige Dich, ob die Möglichkeit einer Ausbildung in Deinem Traumberuf besteht. Der Vorteil einer persönlichen Vorstellung ist, dass Dein potenzieller Arbeitgeber Dich schon einmal gesehen und einen ersten Eindruck von Dir bekommen hat. Du solltest also nicht völlig unvorbereitet sein.

 

Auch kannst Du, wenn Du Dich schon bei Deinen Verwandten und Bekannten nach einem Beruf erkundigst, der Dich interessiert, gleich noch Fragen ob nicht auch das Unternehmen, in dem sie beschäftigt sind, auf der Suche nach Auszubildenden sind. So hast Du oft die Möglichkeit, als einer der Ersten eine Bewerbung abzugeben, bevor der Ausbildungsplatz öffentlich ausgeschrieben wird.

 

Der klassische Weg zu einem Ausbildungsplatz in Deiner Region führt nach wie vor über Stellenanzeigen in der Tageszeitung. Bei überregionaler Suche bieten sich dagegen Onlinestellenanzeigen an. Du kannst auch direkt auf den Webseiten der passenden Arbeitgeber nachschauen, ob sie Ausbildungsplätze anbieten. Oft gibt es einen Reiter „Karriere“ auf dem Du Dich informieren kannst.

 

Auch bei der Bundesagentur für Arbeit sowie bei den Industrie- und Handelskammern bzw. der Handwerkskammer gibt es Lehrstellenbörsen mit bundesweiten Angeboten. Zur Lehrstellenbörse der IHK kommst Du hier.

Wie sollte das perfekte Anschreiben aussehen

Dein Schreiben an die Unternehmen sollte idealerweise genau auf jenes Unternehmen zugeschnitten sein, bei dem Du Dich gerade bewirbst. Erläutere, warum Du bei genau diesem Unternehmen eine Ausbildung machen willst. Umso besser Du Deine Wahl begründest, desto mehr steigen Deine Chancen.

 

In Bewerbungsratgebern im Internet findest Du oft „Musteranschreiben“. Diese solltest du nicht einfach nur mit Deinen persönlichen Daten füllen und abschicken, denn die Personaler merken es schnell, wenn Du ein unpersönliches Anschreiben kopierst und an mehrere Unternehmen schickst. Jedoch können diese Dir einen groben Überblick verschaffen, wie grundsätzlich ein Anschreiben aussehen kann.

 

Die Mitarbeiter in den Firmen, die Deine Bewerbung durchschauen, haben oft nur wenig Zeit, da sie auf eine Stellenausschreibung oft mehrere Bewerbungen bekommen. Deshalb musst Du sicherstellen, dass alles Wichtige über Dich direkt ersichtlich ist. Auch wenn Du vielleicht denkst, dass Du noch nicht Großartiges vorzuweisen hast, bringst Du oft mehr mit, als du denkst. Einen Schulabschluss, ein Lieblingsfach, Erfahrung aus einem Praktikum oder einem Ferienjob, ein freiwilliges soziales Jahr, sportliche Leistungen oder intensive Hobbys. All das kann interessant für Deinen zukünftigen Arbeitgeber sein, wenn diese Aktivitäten und Interessen mit dem Beruf und seinen Anforderungen zu tun haben. Unwichtiges lässt Du lieber weg oder erwähnst es nur kurz im Lebenslauf.

 

Neben dem Inhalt der Bewerbung ist auch die Form wichtig. Vergewissere Dich, dass bei der Bewerbung per Post im Briefkopf die vollständige Adresse des Unternehmens und der Name des Empfängers stehen müssen. Geht aus der Stellenanzeige nicht hervor, wer Dein Ansprechpartner ist, dann kannst Du im Unternehmen anrufen und Dich erkundigen. Nur im Notfall solltest Du das unpersönliche „Sehr geehrte Damen und Herren“ benutzen.

 

Wähle eine aussagekräftige Betreffzeile wie „Meine Bewerbung zur Ausbildung als …“ und vergiss das Datum nicht.

 

Bei den Absenderangaben kann es auch sinnvoll sein, Deine Telefonnummer und E-Mail-Adresse anzugeben. Achte jedoch darauf, dass Deine E-Mail-Adresse seriös klingt, wie vorname.nachname@e-mail-anbieter.de.

 

Bist Du selber mit Deinen Anschreiben zufrieden, dann lasse Deine Eltern oder jemand, der fit in Rechtschreibung und Grammatik ist, über Dein Anschreiben schauen, um Fehler zu vermeiden.

 

Hier noch mal die Fragen, die Du beantworten solltest.

  • Welchen Ausbildungsberuf möchtest Du in dem Unternehmen erlernen?
  • Warum interessierst Du Dich für diesen Beruf?
  • Hast Du vielleicht durch ein Praktikum oder einen Ferienjob den Beruf schon kennengelernt?
  • Was sind Deine persönlichen Interessen und Kenntnisse, die für den Beruf interessant sein können?

Bei der Online-Bewerbung gibt es Besonderheiten zu beachten

Die Bewerbung per E-Mail oder über ein Bewerbungsformular ist der gewünschte Weg sich zu bewerben? Dann solltest Du auch hier nicht an Sorgfalt sparen. Auch hier ist es wichtig, dass Deine Bewerbung perfekt ist. Also keine Tippfehler, eine höfliche Anrede und ein Gruß am Schluss sowie ein aussagekräftiger Text. Smileys oder Abkürzungen, die üblich im privaten E-Mail-Verkehr sind, haben hier natürlich nichts zu suchen.

 

Achte darauf, dass Dein E-Mail-Text nicht formatiert ist, also keine HTML-Elemente enthält. Dein Lebenslauf, die Zeugnisse und andere Anhänge scannst Du sauber ein und verschickst sie als PDF.

 

Deine Kontaktdaten stehen unter Deinem Namen am Ende der Mail. Wähle wie schon erwähnt eine seriöse E-Mail-Adresse. Hilfreich ist es auch, die E-Mail vor dem Versenden auszudrucken und Korrektur zu lesen, denn am Bildschirm schleichen sich schnell Fehler ein, die man nicht so gut entdeckt.

 

Und wenn Du Dir sicher bist, dass alles passt, dann kannst Du den Sendeknopf drücken.

Das gehört alles in den Lebenslauf

Neben dem Anschreiben ist der Lebenslauf der zweitwichtigste Bestandteil Deiner Bewerbung. Auch hier gilt, überlege Dir, welche Punkte neben den persönlichen Daten, der Schulbildung und den praktischen Erfahrungen besonders interessant für deinen zukünftigen Arbeitgeber sein können.

 

Der Lebenslauf-Aufbau sieht wie folgt aus. Oben stehen deine Absenderdaten inklusive einer E-Mail-Adresse und einer Telefonnummer, damit du schnell erreichbar bist. Oben rechts klebst du ein Bewerbungsfoto von dir, eines das von einem professionellen Fotografen gemacht wurde. Privatfotos gehen gar nicht. Soll es eine Online-Bewerbung sein, dann nimmst Du im besten Fall ein digitales Bild.

 

Als nächstes folgen Deine „Persönlichen Daten“. Wie Dein Geburtsdatum und Deinen Geburtsort. Den Namen Deiner Eltern kannst Du nennen, musst Du aber nicht.

 

Der nächste Absatz „Schulbildung“ ist dann eine Auflistung Deiner schulischen Stationen und Abschlüsse inklusive Jahreszahlen.

 

Hast Du bereits praktische Erfahrungen sammeln können, listest Du diese unter dem nächsten Absatz „Praktische Erfahrungen“ auf. Auch besuchte Kurse oder Weiterbildungen haben hier Platz.

 

Unter den „Besonderen Kenntnissen“ kannst Du zum Beispiel Fähigkeiten im Umgang mit Softwareprogrammen oder wenn Du Fremdsprachen sprichst, notieren.

 

Unter dem letzten Punkt „Interessen“ schreibst Du nur die für den Job relevanten. Mannschaftssport ist zum Beispiel ein Zeichen für Teamfähigkeit, Leistungssport signalisiert dem Personaler Ausdauer.

 

Und ganz wichtig ist. Nicht flunkern. Spätestens bei dem Vorstellungsgespräch könnte Dich der Personaler plötzlich nach Details zu Deinen angegebenen Hobbys oder zu Deinen genannten Kenntnissen befragen, und wenn Du dann nicht souverän antworten kannst, kommt dies nicht gut an.

 

Im Internet findet Ihr auch hier viele nützliche Muster-Lebensläufe.

Anlagen

Hast Du Dein Anschreiben und Deinen Lebenslauf fertig, musst Du Dir noch Gedanken machen, welche Anlagen in Deine Bewerbungsunterlagen gehören.

Dein letztes Schulzeugnis, Nachweise für Kurse und möglicherweise Teilnahmebescheinigen sind einige der wichtigen bzw. gewünschten Anlagen.

Kopiere diese sauber und gut lesbar und füge sie Deiner Mappe hinzu.