Deeskalations- und Eigensicherungstraining

Anfang November fand bei uns in der IHK ein Workshop mit dem Thema Deeskalations- und Eigensicherungstraining statt, an dem auch wir Azubis teilnahmen. Der Workshop dauerte den ganzen Tag und wurde von einer externen Firma durchgeführt. Am Anfang stellten sich die Seminarleiter, die beide hauptberuflich als Justizvollzugsbeamte arbeiten, kurz vor und klärten uns über den Ablauf des Seminars auf. Dann waren wir Teilnehmer dran und erzählten, welche brisanten Situationen wir im Beruf oder auch privat bereits erlebt haben und schilderten unsere Erwartungen an das Seminar.

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Nach einem kurzen theoretischen Teil zur Einweisung begannen wir mit der Praxis. Diese füllte den Rest des Seminars. Zu den praktischen Übungen zählten das Abwehren von Schlägen auf den Kopf, eine Technik zur Gegenwehr wenn man gewürgt wird und auch wie man den Gesprächspartner auf Abstand hält. Alles aber nur in einem sehr geringen aber doch anschaulichen Umfang, da es sich bei dem Seminar ja nicht um einen Selbstverteidigungskurs handelte. Es ging ja darum, uns in Deeskalation zu schulen, damit diese Extremsituationen gar nicht erst eintreten.

Nach der Mittagspause kam der interessanteste Teil. Es folgten mehrere nachgestellte Situationen mit schauspielerischem Einsatz des Seminarleiters. Meist in Zweiergruppen verließen wir den Schulungsraum und warteten darauf, wieder zurückzukehren. Im Seminarraum selbst instruierte der Seminarleiter den Rest der Gruppe, welches Szenario sich der ahnungslosen Zweiergruppe gleich bieten wird. Mal harmlose, mal erschreckende Situationen wurden geboten. Im Anschluss an jedes dieser kleinen Szenarien wurden die Handlungen bewertet und Tipps für den richtigen Umgang gegeben.

Zum Ende des Seminars wurde noch über das Thema Eigensicherung mit Hilfsmitteln wie Pfefferspray, das wir mit einem Übungsspray am Seminarleiter austesten durften, sowie Taschenlampen mit Strobe-Modus gesprochen. Zudem wurde aufgeklärt, welche „Hilfsmittel“ verboten sind, weil sie unter das Waffengesetz zählen.

Dann war das Tagesseminar auch schon wieder vorbei und, wir alle gaben unser Feedback ab, das durchweg positiv ausfiel. Solltet Ihr die Möglichkeit haben, in oder mit eurem Unternehmen an solch einem Seminar teilzunehmen, dann nehmt diese Möglichkeit wahr.

 

Grüße, eure Azubis